The fear of missing out – So wirst du sie los

anxiety that an exciting or interesting event may currently be happening elsewhere, often aroused by posts seen on social media

Die Angst, dass das Leben an einem vorbeizieht. Die Angst, dass man am Ende dasteht und sagen muss: Hätte ich das nur gemacht. Die Angst schlicht und einfach unzufrieden sein. Dass das eigene Leben mit dem der anderen nicht mithalten kann. Dass man den Wettbewerb um das spannendste Leben verloren hat.

FOMO - The Fear Of Missing Out girlbossheaven

In meiner Recherche für diesen Artikel sind mir verschiedene Aussagen zu dieser Thematik über den Weg gelaufen. Die einen sagen FOMO ist ein Phänomen, welches durch die sozialen Medien hervorgerufen wurde. Andere wiederum behaupten, dass diese Angst seit Urzeiten in jedem Menschen verankert sei.

Meiner Meinung nach ist Fear of Missing Out eine sehr spannende Thematik, mit der ich mich schon öfters beschäftigt habe – wenn auch nicht wissend, dass es sich hierbei tatsächlich um ein anerkanntes Problem handelt. Wie oft sitzt man auf der Arbeit, auf der Familienfeier oder einfach nur daheim und hört diese leise Stimme im eigenen Kopf flüstern:

“Deine Freunde erleben jetzt gerade wesentlich mehr wie du. Und du verpasst all das”.

Oft sagt diese Stimme auch:

“Die Menschen in deinem Alter sind sind schon viel weiter, wie du. Die haben es geschafft, während du noch in deinem Anfänger-Job feststeckst”.

Kommt euch das bekannt vor? Dann seid ihr – leider – schon mal dem Phänomen FOMO unterlegen gewesen. Und das ist völlig okay. Durch die sozialen Medien werden uns auf einmal all die Möglichkeiten aufgezeigt werden, an die wir vor Instagram & Co noch nie im Schlaf gedacht hätten. Beispiel: Wir sehen all die erfolgreichen Menschen, die an den schönsten Orten  der Welt leben und auf einmal denken wir, wir würden etwas verpassen, wenn unser Leben nicht genauso hip und interessant aussieht. 

JOMO - The Joy Of Missing Out girlbossheaven

Wie es bei vielen Phänomen der Fall ist, gibt es auch hier bereits einen Gegenbewegung. JOMO – Joy of missing out. In unserer – wie man so schön sagt – heutigen Gesellschaft leben wir in einer always on Kultur. Wir leben selten im tatsächlichen Hier & Jetzt. Oft zerstören wir Momente, weil wir sie unbedingt für die sozialen Medien festhalten wollen. Immer erreichbar sein. Immer präsent sein. Und dabei vergessen wir was es tatsächlich bedeutet präsent zu sein. JOMO soll dem entgegenwirken. Uns ein gutes Gefühl geben und uns dabei unterstützen bewusster präsent zu sein. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne die Angst, dass andere Menschen gerade schönere Dinge erleben. Ohne schlechtes Gewissen, dass wir nicht der ganzen Menschheit von unseren tollen Erlebnissen erzählen. ‘If you didn’t post it on Instagram, did it even happen?’

Wie könnt ihr eure Fear of Missing Out los werden und wieder entspannter und achtsamer euer Leben genießen? Hier sind 5 Tipps, die ich euch ans Herz legen möchte.

1.Entfolgt Accounts, die euch runterziehen

Klingt super simpel und nicht erwähnenswert. Doch schockiert es mich immer wieder, wie wenig ich selbst diesen Tipp befolge. Wobei er doch so effektiv ist. Im echten Leben treffen wir uns doch auch nicht mit Menschen, die wir nicht mögen und die uns runter ziehen – im Idealfall zumindest. Warum tuen wir es dann in den sozialen Medien?  Das schöne ist doch, dass wir selbst bestimmen können, wem wir (in der realen und online Welt) unsere kostbare Zeit schenken. Diese Privileg sollten wir voll ausschöpfen und uns nur mit Menschen umgeben, die uns weiterbringen und uns upleveln.
Entfolgt allen Account, die euch negativ beeinflussen. Die euch keinen Mehrwert liefern. Die euch dazu bringen, dass ihr euch unwohl fühlt. Ich entfolge regelmäßig Accounts…

  • …  die mir inhaltlich keinen Mehrwert liefern. Instagram ist heutzutage weitaus mehr als eine reine Fotoplattform
  • … die ich ästhetisch nicht mehr ansprechend finde
  • … die mir zu weit von meinem eigenen Leben entfernt sind und mir unrealistische Vorstellungen vom Leben vermitteln
  • … mit denen ich mich in keiner Weiße identifizieren kann
  • … bei denen ich keinerlei Bindung zu der Person hinter dem Account aufbauen kann und ich nicht mal weiß wem der Account überhaupt gehört

2.Social Media freie Zeit am Morgen und Abend

Angenommen die Theorie, dass FOMO durch soziale Medien entstanden ist, stimmt…dann wäre die logische Konsequenz daraus: die Zeit, die wir auf sozialen Netzwerken verbringen zu reduzieren. Richtig? Wie oft verschwenden wir am Morgen nach dem Aufstehen oder am Abend vor dem Schlafen gehen bis zu 15 Minuten mit dem sinnlosen Scrollen durch unsere Apps? Nutzen wir diese Zeit doch lieber dafür pünktlich zur Arbeit zu kommen, nicht zum Bus rennen zu müssen, Yoga zu machen, ausgiebig zu frühstücken. Dadurch sind wir weniger geneigt das Leben anderer zu beneiden, da wir schlicht und einfach mit unserem eigenen beschäftigt sind. Es gibt doch nichts schöneres, wie wenn das eigene Leben dich auf  Trab hält. 

3.Geht raus und lebt aktiv euer Leben

Dieser Tipp knüpft an Punkt #2 nahtlos an. Wenn ihr den sozialen Medien weniger Platz in eurem Alltag einräumt, so habt ihr wesentlich mehr eurer wertvollen Zeit für eurer eigenes Leben zur Verfügung. Das ist es doch worum es hier geht: euer Leben! Eure Zeit! Eure Interessen und Ziele! Die FOMO wird dadurch nur gefördert, wenn in eurem eigenen Leben zu wenig los ist. Euer Gehirn hat dann zu genügend Zeit über unsinnige Dinge nachzudenken. Wacht auf und nehmt euer Leben in die Hand. Damit sind nicht nur die riesigen Ziele gemeint, wie ein neuer Job oder der Umzug in eine neue Stadt. Nein, auch Dinge wie euren Alltag wollen in die Hand genommen werden. Ihr habt die Macht auch diesen zu gestalten, obwohl es oft nicht so scheint, da viele externe Faktoren hier einen Platz einnehmen. Aber auch eurer Alltag kann von euch aktiv zum Besseren beeinflusst werden.

4.Seid der Boss eures eigenen Lebens

Oft sind Menschen nur Beifahrer ihres eigenen Lebens und merken es nicht mal. Das macht mich sehr traurig. Wie oben bereits erwähnt, geht es doch darum aktiv das eigene Leben zu gestalten. Der verdammte Fahrer zu sein. Derjenige, der das Auto lenkt und bestimmt, wo es hingeht. Derjenige zu sein, der die Kontrolle hat. Niemand kann euch vorschreiben, wie euer Leben auszusehen hat. Auch kein Influencer, dessen Leben so wahnsinnig #fancy aussieht.  Durch die sozialen Medien denken wir oft unser Leben müsse genauso aussehen, wie das unserer Lieblings-Influencer. Und wenn es das nicht tut, dann mögen wir auf einmal unser eigenes Leben nicht mehr? Wenn du aber der Boss deines eigenen Lebens bist und es so gestaltest, wie du es für richtig hältst  … dann ist für FOMO kein Platz mehr in deinem Leben. 

5.Findet heraus, was für euch im Leben von Bedeutung ist

Falls ihr eine klare Version von eurem Leben und euren Werten habt, dann können euch äußere Umstände und die Meinung anderer Menschen nicht mehr so viel anhaben. So seid ihr weniger durch die Posts von anderen Menschen auf den sozialen Medien beeinflussbar. Ihr registriert, was sie posten und könnt frei entscheiden, ob ihr deren Posts als Inspiration oder Anregung für euer eigenes Leben nutzen wollt oder nicht. Auf alle Fälle seid ihr nicht automatisch verleitet dazu gleich euer eigenes Leben zu hinterfragen, nur weil jemand anders etwas subjektiv spannenderes erlebt. Ihr seid in euch und eurer Lebensweise gefestigt und nichts kann euch so schnell umwerfen. Ein angenehmer Luxus, der einiges an Arbeit bedarf. Aber bei weitem nicht so unmöglich zu erreichen ist, wie es vielleicht scheint.

 

Wie geht ihr mit der Fear of Mssing Out um? Oder lebt ihr aktiv nach dem JOMO Prinzip? 

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