Die Komfortzone verlassen – Wie geht das?

Die Komfortzone. Ein viel aufgeschnappter Begriff und Thematik vieler Blogposts. Meist wird einem ans Herz gelegt, diese möglichst oft und am besten regelmäßig zu verlassen. Für die persönliche Weiterentwicklung, versteht sich. Auch wenn ich selbst gerne plädiere man solle doch öfters die Komfortzone verlassen, so muss man auch hier abwägen: 

  • Ist es wirklich an der Zeit meine Komfortzone zu verlassen, damit ich mich weiterentwickeln und Neues kennen lernen kann?
  • Sind es außenstehende Personen oder Trends in der Gesellschaft, die mir sagen ich solle dies und jenes tun, obwohl ich persönlich daran gar nicht wachsen kann?

Es ist gut sich darüber Gedanken zu machen. Nur so könnt ihr herausfinden, ob ihr noch einen weiteren Schritt aus eurer Komfortzone herausmachen müsst oder ob eure aktuelle Position ideal für euch ist.

Wie kann ich meine Komfortzone verlassen und dabei das bestmögliche für mich rausholen?

Leaving your comfort zone

1. Vorbereitung wo nur möglich

Meiner Meinung nach gibt es zwei Arten von Verlassen der Komfortzone: die spontane und die geplante Version

  • Spontanes Verlassen der Komfortzone: die Situation oder das Ereignis taucht unerwartet auf und ihr müsst euch innerhalb kurzer Zeit entscheiden, ob ihr weglauft oder euch dem ganzen stellt. Sei es einen Fremden in einem Café nach einem Date fragen oder einen nicht vorbereiteten Anruf tätigen.
  • Geplantes Verlassen der Komfortzone: es gibt eine Situation oder ein Ereignis, die in absehbarer Zukunft passieren werden, die euch zum Verlassen eurer Komfortzone zwingen. Darüber seid ihr euch bewusst. Sei es ein Vortrag vor 100 Menschen, ein neuer Job, das pitchen des eigenen Produkts….

Nur letztere Version könnt ihr durch ausreichende Vorbereitung für euch etwas angenehmer und erfolgreicher gestalten. Hier gilt: preparation is key. Dadurch könnt ihr entspannter und weniger gestresst an die Situation herangehen.

2.Achtsamkeit ist kein absurder Wodoo-Zauber

Im Wesentlichen geht es um eine Beobachtung der Dinge, die in einem und um einen herum im gegenwärtigen Moment geschehen. Das ist eine Form von Aufmerksamkeit. Was Aufmerksamkeit zur Achtsamkeit macht, ist die innere Haltung des Beobachters. Achtsamkeit zu praktizieren bedeutet, das Geschehen auf eine vorurteilsfreie, offene und freundliche Weise wahrzunehmen – und zwar unabhängig davon, ob das Wahrgenommene angenehme oder unangenehme Gefühle erzeugt. (Quelle)

Wie oben bereits erwähnt sind wir alle nur Menschen und lassen uns viel zu oft durch äußere Einflüsse unter Druck setzen (Wie euch egal wird, was andere von euch denken: click). Nicht immer klappt das Vorhaben die Komfortzone zu verlassen sofort, was nicht bedeutet, dass ihr niemals damit Erfolg haben werdet. Seid deshalb nicht zu hart zu euch selbst, sondern geht das ganze neu an und verändert euren Plan, nicht das Ziel. Achtet auf eure innere Haltung und betrachtet das Geschehen auf eine vorurteilsfreie, offene und freundliche Weise. Das bedeutet auch euch selbst nicht gleich mit Vorwürfen zu überschütten, wenn man etwas nicht sofort klappt. Seid achtsam mit euch selbst.

3.Lügt euch nicht selber an

Diesen Punkt nenne ich gefühlt in jedem meiner Posts, da er einfach immer passend ist. Sich selbst anzulügen bringt nie etwas und macht die Situation meistens noch schwieriger , als sie eh schon sein mag. Stellt euch ganz offen die Frage: Ist es okay vorerst in meiner Komfortzone zu bleiben? Oder rede ich es mir nur ein, dass ich in meiner Komfortzone bleiben sollte, weil ich schlicht und einfach Angst habe sie zu verlassen? Wenn ihr letzteres mit ja beantwortet habt: das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Ihr habt euch selbst eingestanden, dass ihr Angst habt und euch deswegen vor der Wahrheit versteckt habt. Und nun? Angst beiseite stellte und raus aus der Komfortzone!

4.Rückblicke nur für den Lerneffekt

The only time you shoould ever look back, is to see how far you’ve come

Dieser Spruch, den es in verschiedensten Variationen auf Pinterest gibt (Inspiration gefällig?), gibt ziemlich prägnant wieder, was ich mit dem 4. Punkt aussagen möchte. Zu reflektieren – über sich selbst und seine Handlungen – ist etwas positives. Es hilft einem sich weiter zu entwickeln und im Leben voran zu kommen. Man macht nicht die selben Fehler nochmal. Man lässt nicht nochmal die falschen Menschen in sein Leben. Man lernt was man nicht möchte im Leben. Das hat so lange einen positiven Lerneffekt,  bis ihr nicht mehr nur zurückblickt, sondern dauerhaft einen Blick nach hinten habt. Das wird euch sehr stark hemmen und zurückhalten.
So ist es auch mit dem Leben außerhalb der Komfortzone. Manchmal wird es ein erfolg, manchmal eher nicht. Möchtet ihr daraus lernen und etwas für das nächste Mal mitnehmen, dann ist es okay zurückzublicken. Letztendlich ist es wie beim Autofahren: ab und an einen Blick in den Rückspiegel zu werfen, besonders wenn ihr auf die Überholspur wechseln möchtet, ist sehr sinnvoll. Wer aber dauerhaft seinen Blick nach hinten richtet, der verpasst das Geschehen vorne und verursacht mehr Chaos, als einem lieb ist.

 

Wie oft verlasst ihr eure Komfortzone? Fällt es euch schwer? Oder geht euch das leicht von der Hand?

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